Ortsvorsteher für Sinzig

Gunter Windheuser

Ortsbeirat Sinzig verjüngt sich

Bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung am 28. Mai verkündeten fünf Mitglieder des Ortsvereins, dass sie bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr zur Verfügung stehen. Rhein-Ahr Anzeiger sprach mit den Ortsbeiratsmitgliedern.

Pia Wasem

Die 58-jährige Bankkauffrau ist seit 1984 Mitglied der CDU, seit 1994 im Stadtrat, seit 2019 im Kreistag und seit 1986 Mitglied des Ortsbeirates Sinzig. Die stellvertretende Ortsvorsteherin steht bei der kommenden Wahl zum Sinziger Ortsbeirat nicht mehr zur Verfügung. Pia Wasem: “Ich möchte nicht mehr für den OB kandidieren: mehr Zeit für Stadtrat und Kreistag …. der zeitliche Aufwand zur Vorbereitung auch in den Ausschüssen wird immer mehr und um den Job in diesen Ämtern nach meinen Vorstellungen ausüben zu können kann ich mich nicht „dreiteilen“. Ich finde es auch gut wenn „neue“ Leute in der Politik mitmachen“.

Kurt Quarz

Kurt Quarz (CDU) ist seit 1998 Mitglied des Ortsbeirates und war zehn Jahre lang Ortsvorsteher. Er kandidiert bei der kommenden Wahl zum Sinziger Ortsbeirat nicht mehr. Er blickt mit Zufriedenheit auf fünf Jahre als erster stellvertretender Ortsvorsteher und auf zehn Jahre als erster urgewählter Ortsvorsteher zurück. Dabei bedankt er sich ausdrücklich bei seinen seinerzeitigen Stellvertretern Sigrid Hoppe, dem leider viel zu früh verstorbenen Dr. Peter Berger, Günter Seiler und Heinrich Ax für die tatkräftige und vielseitige Unterstützung.

Gunter Windheuser

Auch der amtierende Ortsvorsteher Gunter Windheuser (Freie Wähler) stellt sein Amt nach zehn Jahren zur Verfügung. Er ist seit 1986 politisch tätig, war von 2004 bis 2014 Beigeordneter der Stadt Sinzig und ist seit 2014 Ortsvorsteher.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte über 100 Personen, darunter Windheuser, für ihr besonderes Engagement in der Flutkatastrophe mit der zweithöchsten Auszeichnung des Landes, der Landesverdienstmedaille in der einmaligen Sonderedition „Flut 2021“, geehrt.
Mit 69 Jahren inzwischen Rentner sagt Windheuser:” Der Grund fürs Aufhören sind rund 40 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit, die nun zu Ende gehen. Diese Entscheidung hatte ich bereits im August 2023 getroffen, da ich mich meiner Familie widmen möchte“.

Christian Schuldt

Von 2019 bis 2024 war Christian Schuldt im Sinziger Ortsbeirat. Angetreten ursprünglich mit der FWG trat er nach kurzer Zeit aus der Partei aus und bekleidete als parteilos das Amt im Ortsbeirat. Er kehrt der Politik den Rücken. Der 38-jährige Raumausstatter Meister: “Ich stehe nicht mehr für die Politik zur Verfügung, da es nicht meine Welt ist. Ich bin ein Macher. In den 5 Jahren wurde so gut wie nichts umgesetzt, was beschlossen wurde. Und nur um zu diskutieren und dabei nichts herauskommt dazu ist mir meine Zeit zu schade. Da engagiere ich mich lieber mehr in Sinziger Vereinen.

Ingo Terschanski

Ingo Terschanski (SPD) ist seit 1978 in der Kommunalpolitik tätig. Auch er zieht sich von allen Ämtern zurück. Über vier Jahrzehnte war Terschanski kommunalpolitisch auf Kreis- und Stadtebene aktiv!
Über 30 Jahre im Sinziger Stadtrat, im Ortsbeirat Sinzig davon in der vorletzten Legislaturperiode als stellvertretender Ortsvorsteher. Seit 1978 ist er im Vorstand der SPD Sinzig aktiv, davon 16 Jahre als Vorsitzender, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Städtischer Beigeordneter. Dazu kommen Tätigkeiten in den verschiedensten Ausschüssen in Stadt und Kreis, über zwei Jahrzehnte Mitglied im Vorstand der Kreis SPD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Schöffe beim Amtsgericht Ahrweiler über viele Jahre. Der inzwischen 67-jährige Rentner: “irgendwann kommt der Zeitpunkt aufzuhören“.

AG
Foto: Achim Gottschalk, allgrafics

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