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Stadt Sinzig Kirchplatz mit Rathaus und Kirche St. Peter Reiner Friedsam

Schüler der Janusz-Korczak-Schule setzen starkes Zeichen gegen das Vergessen

Stolpersteine in Sinzig in einer Aktion gereinigt

Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht hat sich die Klasse 7 der Janusz-Korczak-Schule intensiv mit dem Thema Judenverfolgung beschäftigt. Die jüngste Schändung des jüdischen Denkmals in Sinzig, die die Kinder im Unterricht bewegte, war Anlass für eine besondere Aktion: Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Kim Landin und Ortsvorsteher Reiner Friedsam besuchte die Klasse das Denkmal und informierte sich über die Geschichte des Standortes.

Friedsam berichtete den Schülerinnen und Schülern von der Martelsburg, die bis Ende der 1960er Jahre an dieser Stelle stand und die Synagoge der Sinziger jüdischen Gemeinde beherbergte. Anders als in vielen Städten wurde die Synagoge in der Reichspogromnacht nicht in Brand gesetzt – aufgrund der angrenzenden Wohnbebauung. Dennoch markiert die Nacht einen tiefen Einschnitt in die Geschichte der jüdischen Gemeinde.

Im Anschluss zog die Klasse in zwei Gruppen durch die Stadt, um die vor vier Jahren verlegten Stolpersteine zu reinigen und zu polieren – eine Aktion, die bereits zum vierten Mal in Folge stattfand. Die Schülerinnen und Schüler wussten, wo die Steine liegen, und konnten interessierten Passanten die Schicksale der Menschen erklären. So wurde deutlich, wie wichtig das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auch heute ist.

Ortsvorsteher Reiner Friedsam zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen:
„Es ist ein starkes Zeichen, dass junge Menschen sich so aktiv mit unserer Geschichte auseinandersetzen und Verantwortung für das Erinnern übernehmen. Mein Dank gilt der der Lehrerin und der gesamten Klasse der Janusz-Korczak-Schule für diesen Einsatz.“

Mit dieser Aktion haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Stolpersteine zum Glänzen gebracht, sondern auch ein klares Bekenntnis gegen das Vergessen abgelegt.

Gemeinsam mit der Schulklasse besuchte Ortsvorsteher Reiner Friedsam das jüdische Denkmal in Sinzig