zum Hauptinhalt springen zur Navigation springen zum Fußbereich springen
Stadt Sinzig Kirchplatz mit Rathaus und Kirche St. Peter Reiner Friedsam

Wieder illegaler Müll an der B9 in Sinzig entdeckt

Ortsvorsteher erstattet Anzeige gegen unbekannt

Schon wieder hat jemand in Sinzig illegal größere Mengen alter Autoreifen und Werkstattmüll abgeladen. Für Ortsvorsteher Reiner Friedsam ein Unding. Er fordert Lösungen.

Erneut wurde im Sinziger Umfeld eine größere Anzahl alter Autoreifen, Autoteile und Werkstattmüll am Radweg neben der B9 in Richtung Bad Breisig entdeckt. Erst kürzlich wurde in Absprache mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) der Parkplatz an der L82 von Sinzig aus in Richtung Schloss Ahrental für ein Jahr gesperrt, da es wiederholt zum Abladen von Haus- und Gewerbemüll gekommen war. Zuletzt war es ebenfalls Werkstattmüll, und das in der Nähe des Gewässers Harbach. An der aktuellen Fundstelle bestand aufgrund ölhaltiger Abfälle Gefahr für die Natur und Umwelt. Ortsvorsteher Reiner Friedsam, der nahezu täglich mit dem Fahrrad unterwegs und für das Thema sensibilisiert ist, hat bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

„Grundsätzlich besteht das Problem seit Jahren, wobei Umfang und Häufigkeit deutlich zugenommen haben, insbesondere Renovierungs- und Gewerbemüll. Auffällig viele Autoreifen und weitere Autoteile werden einfach so entsorgt, das sind wohl private Schrauber“, mutmaßt der Ortsvorsteher. Er ist der Meinung, dass bundeseinheitlich eine Lösung gefunden werden müsste. Die könnte nach Friedsams Auffassung so aussehen: „Warum nicht ein Pfandsystem einführen, wonach es für jeden Autoreifen 10 oder 15 Euro Pfand gibt? Da würde es sich lohnen, die auch zurückzubringen, um nicht bares Geld in die Landschaft zu werfen. Das Gleiche könnte man für Schadstoff-Behälter oder Kanister mit Altöl tun. Für jeden Mist gibt es Vorschriften und Regelungen, aber hier, wo es zu gravierenden Schäden für die Umwelt kommt, lässt man das einfach laufen.“

Die internen Mengenstatistiken des Abfallwirtschaftsbetriebes des Kreises Ahrweiler zeigen, dass in 2024 rund 91 Tonnen gewerbliche Abfälle illegal entsorgt wurden, was allerdings im Vergleich zum Vorjahr (172 Tonnen) einen Rückgang um rund 47 Prozent ausmacht. Die Entsorgungskosten variieren je nach Mengenaufkommen und Zusammensetzung im Jahr zwischen 55.000 bis 60.000 Euro.

Quelle: Rhein-Zeitung online, Judith Schumacher

Illegalen Müll an der B9 entdeckt